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Haller Kirchengebäude wird umgebautDienstag, 08.06.2010

Halle.  Das Gebäude der neuapostolischen Kirchengemeinde in Halle am Gartnischer Weg/Ecke Schlörstraße wird derzeit umgebaut. Bis in den letzten Monat dieses Jahres hinein werden sich wohl Handwerker die Klinke in die Hand und dem Kirchengebäude aus dem Jahre 1968 ein modernes Gesicht geben. Im Dezember, so ist es zurzeit geplant, soll mit einem Festgottesdienst der Wiederbezug gefeiert werden.


Die neue alte Kirche wird nicht nur aufwändig renoviert, sie soll vor allem barrierefrei werden. Behindertengerechte Nutzung von Kirchengebäuden ist der Neuapostolischen Kirche ein Anliegen. Vor allem der geplante neue behindertengerechte Eingang vom Parkplatz aus ist Beweis dafür. Und gerade im Kellergeschoss wird deshalb eine Menge in den nächsten Monaten passieren: Ein zusätzliches Behinderten-WC zu der ohnehin renovierungsbedürftigen allgemeinen WC-Anlage wird eingerichtet. Für Rollstuhlfahrer wichtig: ein Behinderten-Fahrstuhl wird künftig das Keller- mit dem Erdgeschoss verbinden, so dass gehbehinderte Gottesdienstbesucher ohne Probleme das Kirchenschiff erreichen können. Auch die Garderobe wird neu gestaltet. Sie soll vor allem neuen Unterrichtsräumen Platz schaffen, aber auch als Gemeinschaftsraum dienen. Und wenn die ganze Gemeinde einmal feiern will, steht ihnen dafür künftig eine neugestaltete Gartenterrasse zur Verfügung.

Kostenrahmen ist auf 380.000 Euro festgelegt

Der zuständige Apostel Walter Schorr aus Münster hatte die Gemeinde Halle-Werther bereits im März in einer Gemeindestunde über die geplante Baumaßnahme informiert. Die Kosten, so der Apostel, seien mit rund 380.000 Euro im Budget der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen festgesetzt. Wie der Leiter des Kirchenbezirks Bielefeld, Bezirksältester Peter Johanning, mitteilt, seien bei der Ausschreibung der Gewerke auch heimische Handwerker bedacht worden.

Umzug von Werther nach Halle

Zurzeit besuchen die Gemeindemitglieder aus Halle die Kirche in Werther. Beide Gemeindestandorte wurden im Mai 2009 fusioniert (wir berichteten), am Standort Werther finden seitdem die gemeinsamen Gottesdienste statt. Nach dem Wiederbezug wird die gesamte Gemeinde an den Standort Halle ziehen.

Gemeindeleiter und Vorsteher ist Priester Bernd Nölke aus Halle. Er hat die umliegenden Nachbarn mit einem Schreiben über das Bauvorhaben informiert.

Heiko Johanning (Text), Peter Johanning (Fotos)