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Erweiterte Liturgie: Bielefelder Amtsträger bilden sich fortDienstag, 06.07.2010
Quelle-Steinhagen. Mit Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent 2010 wird in der Neuapostolischen Kirche weltweit eine erweiterte Liturgie eingeführt. In einem Schreiben an alle kirchlichen Amtsträger nennt der internationale Kirchenleiter, Stammapostel Wilhelm Leber, den 28. November als Startpunkt. Der erste Teil von insgesamt drei Fortbildungsangeboten für aktive und passive Amtsträger des Kirchenbezirkes Bielefeld fand jetzt in der Neuapostolischen Kirche in Quelle-Steinhagen statt.
Die erweiterte Liturgie beinhaltet zwei Schwerpunkte: An kirchlichen Feiertagen sollen Bibellesungen stattfinden. Zum anderen wird die Feier des Heiligen Abendmahls als sakramentale Handlung deutlicher hervorgehoben, sagte der Leiter des Kirchenbezirkes Bielefeld, Bezirksältester Peter Johanning, der durch den Abend führte. Dabei soll der Gottesdienst noch mehr seelisches Erleben ermöglichen. Auch sollen die Abendmahlsfeier und die Aussonderung des heiligen Abendmahls einen etwas größeren zeitlichen Raum einnehmen sowie die Gebetsinhalte stärker akzentuiert werden.
Die Geschichte des Gottesdienstes aus Sicht der Bibel
Bezirksleiter Peter Johanning erläuterte den mehr als 150 erschienenen Amtsträgern zunächst die Geschichte des Gottesdienstes sowohl im Alten als auch im Neuen Testament und ging dann auf Einzelheiten der erweiterten Liturgie ein. "Diese Veränderungen bedeuten für uns als priesterliche Ämter, aber auch für die Gemeinden, mehr Ruhe, mehr Stille, mehr Würde, mehr Liturgie und weniger wortbetonte Gottesdienste wie bisher", führte Bezirksältester Peter Johanning aus.
Seminar wird fortgesetzt
Der zweite Teil der Fortbildung findet am Montag, 12. Juli, um 19.30 Uhr ebenfalls im Jugendseminar der Gemeinde Quelle-Steinhagen statt. Der dritte Teil ist dann nach den Sommerferien am Montag, 6. September, vorgesehen.
Am 12. September 2010 wird Stammapostel Wilhelm Leber dann einen Ämtergottesdienst halten, der in Europa übertragen wird. Dieser erfolgt nach der erweiterten Liturgie. Anschließend sollen in den Bezirken weitere Informationsveranstaltungen für die Gemeindemitglieder angeboten werden.
Ab dem 1. Advent ist die neue Liturgie dann für alle Gottesdienste weltweit verbindlich.
Heiko Johanning (Text und Fotos)