Aktuelles
Jugend des Bezirkes stimmt auf Gottesdienst für Entschlafene einSamstag, 31.10.2009
Bielefeld. Stille, o sei stille... mit diesen Worten begann nicht nur der Jugendchor die feierliche Andacht, mit diesen Worten lässt sich auch die Stimmung während dieses besonderen Zusammenseins in der Neuapostolischen Kirche in Bielefeld-Mitte überschreiben. Die Jugendlichen des Bezirkes Bielefeld hatten diese Abendstunde nicht nur vorbereitet, sondern auch die Gestaltung übernommen, um interessierten Glaubensgeschwistern und Gästen eine besondere Einstimmung auf den Entschlafenengottesdienst am 1. November zu ermöglichen.
Eine warme Atmosphäre, mit gedämpftem Licht, Kerzenschein und leisen Orgelklängen, umgab schon zu Beginn der Abendstunde die Besucher. In besonderer Weise wurde der Blick der Gemeinde auf die zahlreichen Unfallopfer gelenkt, die auch in Bielefeld so häufig auf tragische und plötzliche Weise ihr Leben verloren haben.
Einige Jugendliche brachten Bilder von Kreuzen, wie sie häufig am Wegesrand zu sehen sind, an den Altar und schilderten die Geschichte, die sich hinter jedem Kreuz verbirgt. Es waren bewegende Augenblicke, als die Jugendlichen von ihren Verbindungen zu dem Verstorbenen oder dem Unglück berichteten oder den Augenzeugenbericht einer Unfallzeugin wiedergaben.
Der Jugendchor unterstrich diese Schilderungen eindrucksvoll mit Liedern, die auf eine hoffnungsvolle und zuversichtliche Gemeinschaft mit Gott hinwiesen. Jedem Besucher war anschließend die Möglichkeit gegeben, seine eigenen Gedanken zum Thema Sterben und Tod zu äußern. Von einem aufgeräumten Leben, vom friedlichen Miteinander, aber auch von manchen Ängsten und Sorgen konnten die Besucher der Andacht hören.
Es wurden Gebete gesprochen, die bei einem Entschlafengottesdienst, den Stammapostel Wilhelm Leber in Afrika gehalten hat, von Kindern aus Sicht verschiedener Gruppen vorgetragen wurden. Jedes Gebet endete mit den Worten „Bete für mich!“. Eine Aufforderung, die zum Nachdenken und Eintreten für den Nächsten einlädt.
Ralf Wolff / Fotos: Dirk Siggemann