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"Gloria in excelsis deo": Bezirkschor gibt beeindruckendes KonzertSamstag, 05.12.2009

Bielefeld. Mit einem großartigen, sehr einfühlsam vorgetragenen Konzert hat der Bezirkschor des neuapostolischen Kirchenbezirkes Bielefeld am Vorabend zum zweiten Advent in der Rudolf-Oetker-Halle auf den Festgottesdienst eingestimmt, der dort am Sonntag stattfand. Der etwa 80-köpfige Chor gibt traditionell in der Adventszeit ein Konzert zur Vorweihnachtszeit. Die Sängerinnen und Sänger sangen englische und deutsche Weihnachtslieder in der nahezu vollbesetzten Oetker-Halle.


Im ersten Teil des Konzertes, der englischen Weihnacht, standen Lieder des bekannten englischen Komponisten John Rutter auf dem Programm. John Rutter wurde 1945 in London geboren und studierte Musik am Clare College in Cambridge. Sein Oeuvre umfasst Werke für Chor, Orchester und Kammermusik; darüber hinaus war er Mitherausgeber verschiedener Sammlungen von Chormusik, etwa der vierbändigen  Weihnachtsliedersammlung "Carols for Choirs", die er mit Sir David Willcocks herausgab, oder der Reihe "Oxford Choral Classics". Von 1975 bis 1979 war er musikalischer Direktor am Clare College, bevor er 1981 seinen eigenen Chor gründete, die Cambridge Singers, ein professioneller Kammerchor, der sich hauptsächlich der Arbeit im Studio widmete.

Der Chor unter der bewährten Leitung von Cornelius Kruse stimmte seine Weihnachtslieder, darunter das weltbekannte „Shephard’s pipe carol“, mit Klaviermusik an. Marco Johanning bewährte sich dabei als „Meister der Tasten“ und begleitete auch im zweiten Teil des Konzertes, in dem es um die traditionelle Weihnacht ging, auf der großen Orgel der Oetker-Halle meisterlich. Besonders beim „Gloria“ aus der D-Dur-Messe von Antonin Dvorak wurde der junge Haller an diesem Instrument gefordert. Auch die Orgelbegleitung bei Mendelssohns „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ aus „Christus“ op. 97 beherrschte er tadellos.

Im zweiten Teil wurde die musikalischen Darbietungen durch die Weihnachtslesung unterbrochen. Melissa Greiner las die Weihnachtsgeschichte nach Lukas und bestach dabei durch ihre Natürlichkeit und Unbekümmertheit, mit der sie die vielen Zuhörer in der großen Halle erreichte.

Nach dem offiziellen Teil musste der Bezirkschor noch eine Zugabe („Halleluja“ aus Georg Friedrich Händels „Der Messias“) mit Orgelbegleitung geben, bevor das Publikum die Sängerinnen und Sänger, die sich in monatelanger, sehr intensiver Arbeit auf dieses Konzert vorbereitet hatten, dankbar entließ.
 

Heiko Johanning / Fotos: Frank Schuldt